• Natascha

Das Putzkasten 1x1



Einer der wichtigsten Bereiche im Umgang mit dem Pferd ist die alltägliche Pflege.

Sie sorgt nicht nur für das Wohlbefinden des Pferdes, sondern fördert auch die Bindung

zum Sportkameraden Pferd.

Dabei ist der Putzkasten essentiell. Doch was sollte unbedingt in diesem drin sein, und auf was kann man verzichten? Hier ist unser Aufbau-Plan für den Putzkasten:


Der Putzkasten

Ja, auch bei dem Behälter selber gibt es einige Unterschiede und Dinge, die man beachten sollte.

Denn zunächst ist es wichtig, den Einsatz-Ort des Putzkastens zu kennen.

Für den alltäglichen Gebrauch im Stall werden größere Modelle benötigt, in die auch alle Utensilien hineinpassen. Zudem sollte er so stabil sein, so dass er einen Tritt des Pferdes überlebt.

Modelle, die leicht zersplittern, stellen eine Gefahrenquelle für Verletzungen da.

Um Bürste & Co. unterwegs schnell und leicht zu transportieren eignen sich besonders Putztaschen. Durch die verschiedenen Fächer, die innen und außen angebracht sind, lässt sich schnell auf das gebrauchte Werkzeug zugreifen.


Wir betrachten in diesem Beitrag den Putzkasten für den alltäglichen Gebrauch im Heimat-Stall.


Der Striegel – Die erste Hilfe gegen Schlamm

Pferde lieben es, sich zu wälzen. Das Problem dabei: Schlamm liebt das Fell von Pferden.

Um diesen wieder zu entfernen, gibt es Striegel verschiedener Art. Es wird generell zwischen Gummi-, Kunststoff-, und Metallstriegel unterschieden.

Striegel aus Kunststoff und Metall sind am stärksten bei der Beseitigung von Dreck, jedoch kann es für das Pferd an manchen Stellen zu hart und unangenehm sein.

Gummi gibt es in verschieden weichen Versionen und eignet sich als einziges in weicher Variante für empfindliche Stellen wie den Kopf oder die Gelenke.


Die Bürste – Raus mit dem Staub

Nachdem der grobe Schmutz aus dem Fell entfernt wurde, muss der Staub raus.

Dafür ist die Bürste geeignet. Doch auch hier gibt es Unterschiede.

Die Wurzelbürste ist mit längeren Borsten ausgestattet, die in der Härte variieren. Die festeren Bürstenmodelle eignen sich für gröberen Staub und Verschmutzung, während weichere gut für feinen Stab geeignet sind.

Daneben gibt es die Kardätsche. Diese hat kurze Borsten und ist größer. Sie hat ebenso festere Variationen für gröberen Schmutz, und welche mit weichen Haarborsten, die sich super eignen um dem Fell Glanz zu verleihen.

Für den extra Glanz sind auch Fellhandschuhe ein gutes Werkzeug.

Eine etwas neuere Bürste ist die Magic Brush. Diese eignet sich super dafür, in einem Gang Schmutz wegzubekommen und loses Fell zu entfernen.



Mähnenkamm und Mähnenbürste – Damit auch das Pferd „die Haare schön“ hat


Für die Pflege der Mähne und des Schweifs gibt es mehrere Werkzeuge. Zu einem kann man den klassischen Mähnenkamm verwenden, der besonders für kürzeres Haar gut ist, oder zum einflechten.

Die Mähnenbürste hat, ähnlich wie eine normale Haarbürste, einen Griff, der das Handling vereinfacht. Damit ist sie auch super für den Schweif geeignet.

Dieser sollte aber immer zuerst verlesen werden, sonst werden zu viele Haare ausgerissen.

Nach dem Bürsten noch ein paar Spritzer Schweifspray für einen schönen Glanz drauf, und der Schweif ist fertig!



Hufausräumer – um den Stein im Schuh zu entfernen

Strahlfäule kann jedes Pferd ereilen. Deshalb sollte man täglich, besonders nach dem Koppelgang, die Hufe ausräumen. Dabei mit dem spitzen Ende vorsichtig den Dreck aus dem Huf entfernen. Sollte das Pferd Hufeisen tragen, sollten auch diese vom Dreck befreit werden. Anschließend mit der Bürste noch die Reste entfernen, und man ist fertig!


Schwamm und Shampoo – für den gelegentlichen Waschtag

Mehrere Schwämme verschiedener Größe sind nie verkehrt.

Zwei müssen es sein, da man auf keinen Fall den selben Schwamm für die Nüstern, Augen und/oder Maul und den After verwenden darf.

Beim Waschen können größere Schwämme und das richtige Fellshampoo benutzt werden, um Dreck, Gras- oder Mistflecken aus dem Fell zu waschen.

Bitte aber nur Shampoos verwenden, die speziell für Pferde sind, um die natürliche Fettschicht der Haut nicht zu zerstören.


Handtuch –DERuniversale Helfer

Ihr lest richtig. Das Handtuch wird dein bester Freund im Alltag mit dem Pferd sein. Egal ob du kurz deine Hände abwischen / abtrocknen möchtest, leichten Dreck vom Pferd wischen möchtest oder deiner Trense den letzten Schliff geben möchtest: Ein Handtuch im Putzkasten kann in fast jeder Situation eingesetzt werden.

Wichtig ist nur, dieses auch regelmäßig in kurzen Abständen zu waschen.


Es zählt: Alles was sauber macht, ist richtig.

Dies sind die Basics, die in jeden Putzkasten gehören. Doch es muss nicht alles bleiben.

Je nach Pferdetyp oder der eigenen Vorlieben, kann der Inhalt des Putzkastens variiert werden.


Nur Eins ist wichtig: Das saubere Pferd und der Reiter müssen sich freuen!


60 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen